heute hatte ich eine kurze Nacht, zum einen ein Liebespaar nebenan und zum anderen ein paar Fahrstühle gegenüber. Also kam ich auf gerade mal vier Stunden Schlaf, daher steckt mir jetzt der Tag auch in den Beinen. Aber: Ich habe mein Zimmer gewechselt und jetzt lebe ich im 12 Stock mit einer 200 Grad Sicht über Kapstadt inklusive Waterffront und Tafelberg. Aber das Upgrade in die Prinzessinenklasse war durch den Schlafmangel schwer erkauft, denn wir haben heute locker 10 bis 15 Kilometer zu Fuß gemacht.
Die Stadt ist das krasse Gegenteil zu Johannesburg. Sie hat ein südländisches Flair und auch ganz viele unterschiedliche Kulturen kommen hier zusammen, z.B. im Stadtviertel Bo Kaap, wo malaische Einflüsse sichtbar werden. Die bunten Häuschen zeigen schon rein äußerlich, dass es hier farbenfroh zugeht. Es ist das islamische Viertel, wo aber auch zusehends Künstler, auch weißer Hautfarbe, hinzuziehen.
Ich habe heute einfach ein paar Eindrücke von der Stadt für euch gesammelt und möchte euch gar nicht mit Fakten überhäufen. Die könnt ihr ja in jedem Stadtführer nachlesen. Auf dem ersten Bild seht ihr einen Wunderheiler auf einem Markt, der seine Kräuter und sein Räucherwerk verkauft. Schon Babys starten hier mit allerlei Heilkräutern ins Leben.
Des Weiteren hat mich ein Diamantschmuckhersteller fasziniert, der eine solche Passion für seinen Beruf hatte, dass ich noch stundenlang seinen Geschichten hätte lauschen können. Zum Beispiel werden die Diamanten mit riesigen "Staubsaugern" direkt am Meeresboden eingesammelt, aber erst ab 700 Metern Tiefe ist es ein lohnendes Geschäft. Das was wie ein Plattenteller aussieht, ist eine Diamantenschneidemaschine und ich habe scherzhaft zu dem Herren gemeint, dass er der Diamanten DJ ist;-) Seine Mitarbeiter stellen den Schmuck auch von Hand her. Für einen Ring brauchen sie ca. 12 Stunden. Da unten im Keller sah es aus und hörte sich an wie beim Zahnarzt. Aber auch diese Menschen haben eine Passion für ihren Beruf, die meisten haben zudem ein Studium. Ich könnte nicht in einer gebückten Haltung im Keller den ganzen Tag verbringen, aber jedem das seine. Hut ab,
Danach standen eigentlich ein Hubschrauberüberflug und eine Bootsfahrt auf dem Programm, aber da das Wetter umschlug, mussten wir alles absagen. Ich habe mich mit Angela ins Riesenrad gesetzt und ein paar alternative Luftaufnahmen geschossen, unter anderem das Stadion, das wie eine überdimensionale Untertasse ausschaut.
Am Abend sind wir dann zur Waterfront ins Habour House ausgerückt, ein Restaurant, das uns das südafrikanische Päärchen am Vortag empfohlen hatte. Zwar konnten wir wegen des Cap-Doctor (sehr starker Süd-Ost-Wind) nicht draußen sitzen, aber das Essen war ausgezeichnet. Ich hatte Sushi und Prawns mit Avocado und Aubergine. Danach gings ins Prinzessinnen-Zimmer zum Schlafen,
Gute Nacht,
eure Maggie
















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