Freitag, 8. Januar 2016

ANOTHER DAY IN PARADISE...

Hallo Ihr Lieben,
der letzte Tag war wieder wunderschön und ging wie alle anderen viel zu schnell rum. Ich kann gar nicht glauben, dass ich morgen wieder im Flugzeug sitze, um nach Hause zu fliegen. Heute haben wir auf dem Weg zum Kap der guten Hoffnung viele atemberaubende Buchten besucht, die sich wie Perlen aneinander gereiht und mir einen unvergesslichen Tag beschert haben. Über den Chapman´s Peak Drive (eine der schönsten Küstenstraßen der Welt), der ähnlich wie die Great Ocean Road in Australien seine 12 Apostel (Berge) hat, ging es nach Fish Hoek. An dem 6 km langen Sandstrand von Noordhoek hätte ich am liebsten wieder ein Bodybord gehabt mit den Wellen getanzt;-)
Das ging zwar nicht, aber dafür haben wir am Boulder’s Beach ganz viele Pinguine gesehen, eins putziger als das andere. Sogar ein schnäbelndes Pärchen habe ich vor die Linse bekommen. Beim Watscheln sehen sie aus, als ob sie seekrank wären, weil sie so hin und her schaukeln. Dort habe ich mir auch ein ruhiges Plätzchen gesucht und mich eine halbe Stunde gesonnt, nicht länger, da ich keine Sonnencreme eingesteckt hatte und die Sonne hier echt stark herunterbrutzelt. Zu guter letzt habe ich mir das Cap der guten Hoffnung erwandert. Der Wind war zwar sehr stark, aber die Aussichten haben uns entschädigt. Hier treffen der indische Ozean mit dem atlantischen Ozean zusammen, aber ansonsten ist das ganze unspektakulär. Vor dem offiziellen Schild hat sich sehr schnell eine Schlage gebildet, die sich für ein Photo angestellt hatten. Also alles in allem war der Schlussakkord also sehr touristisch, aber man ist ja schließlich nicht allein auf der Welt;-)
Den Abend haben wir bei einem leckeren afrikanischen Essen verbracht. Dabei wurde ich zur afrikanischen Sonnengöttin geschminkt und irgendwie passt das auch zum ganzen Urlaub. Danke Universum, dass ich das alles alles erleben durfte und nun packe ich die Sonne in meinen Koffer, sodass ihr auch etwas davon habt,
Herzliche Grüße
Eure Maggie



















Donnerstag, 7. Januar 2016

VOM SCHLEMMEN & SHOPPEN...

Hallo Ihr Lieben,
ich habe heute morgen verschlafen - so viel zum Prinzessinnenzimmer....im 12 Stockwerk stürmte es so arg wie in den Bergen und ich hatte Oropax genommern - ein Fehler! Die Reisegruppe saß bereits im Bus als ich aufwachte und unser Reiseleiter rief bei mir auf dem Zimmer an und weckte mich. Ich habe um genau 7 Minuten gebeten, 5 schienen mir zu knapp, fragt mich nicht warum...aber es hat geklappt! Ich war rechtzeitig an Bord und konnte mitfahren.
Dann ging es nach Stellenbosch und Franschhoek, zwei zauberhafte Städtchen, in denen wir noch Souvernirkäufe getätigt haben und ich mein Frühstück nachgeholt habe. Ich war von der Sonne und dem Flair total begeistert. Johannesburg rückt immer ferner. Die Städtchen haben liebevoll eingerichtete Läden, die direkt in ein Restaurant münden. So war der Übergang zwischen Schlemmen und Shoppen nicht all' zu groß. Ich habe mir eine schöne Tasche gekauft, bin aber ansosten sehr glücklich mit den Erlebnissen. Wieder einmal ist mir klar geworden, dass ich auf Materielles keinen großen Wert lege. Das Leben und Erleben ist das Wichtigste.
Am Nachmittag haben wir noch eines der Gefängnisse von Nelson Mandela sowie das Sprachendenkmal und eine Weinprobe besucht. Wieder so eine Art Mao-Statue, die uns im Niemandsland begrüßte...
Danach ging es auf das Weingut von Nederburg, wo uns die 78-jährige Pauline durch die Weinbauergeschichte der Familie Graue führte und mit leckeren Tropfen verköstigte. Interessant dabei: die Weißen haben immer Wein getrunken, die Schwarzen Bier. Wein war schon immer in den Geschäften zu beziehen, Bier dagegen verboten. Man hatte einfach aufgrund der Apartheid angenommen, dass die Weißen mit dem Alkohol umgehen können und die Schwarzen nicht - unfassbar! Dann hat sie und uns auch eine Kostprobe von Afrikaans gegeben, das ich auch bei langsamer Aussprache verstehen konnte, denn es ist Kapholländisch oder Kolonial-Niederländisch - eine Mischung aus Deutsch und Englisch, Also das lerne ich auch noch;-)
So nun geht's ab ins Bettchen und wenn ihr euch jetzt fragt, wie meine Blogs entstanden sind: meistens im Bus oder abends im Bett. Ich hoffe, Ihr habt Spaß daran. Gute Nacht, morgen geht's ans Kap der guten Hoffnung,
Eure Maggie













Mittwoch, 6. Januar 2016

WIND, WATERFRONT & WUNDERHEILER

Hallo Ihr Lieben
heute hatte ich eine kurze Nacht, zum einen ein Liebespaar nebenan und zum anderen ein paar Fahrstühle gegenüber. Also kam ich auf gerade mal vier Stunden Schlaf, daher steckt mir jetzt der Tag auch in den Beinen. Aber: Ich habe mein Zimmer gewechselt und jetzt lebe ich im 12 Stock mit einer 200 Grad Sicht über Kapstadt inklusive Waterffront und Tafelberg. Aber das Upgrade in die Prinzessinenklasse war durch den Schlafmangel schwer erkauft, denn wir haben heute locker 10 bis 15 Kilometer zu Fuß gemacht.
Die Stadt ist das krasse Gegenteil zu Johannesburg. Sie hat ein südländisches Flair und auch ganz viele unterschiedliche Kulturen kommen hier zusammen, z.B. im Stadtviertel Bo Kaap, wo malaische Einflüsse sichtbar werden. Die bunten Häuschen zeigen schon rein äußerlich, dass es hier farbenfroh zugeht. Es ist das islamische Viertel, wo aber auch zusehends Künstler, auch weißer Hautfarbe, hinzuziehen.
Ich habe heute einfach ein paar Eindrücke von der Stadt für euch gesammelt und möchte euch gar nicht mit Fakten überhäufen. Die könnt ihr ja in jedem Stadtführer nachlesen. Auf dem ersten Bild seht ihr einen Wunderheiler auf einem Markt, der seine Kräuter und sein Räucherwerk verkauft. Schon Babys starten hier mit allerlei Heilkräutern ins Leben.
Des Weiteren hat mich ein Diamantschmuckhersteller fasziniert, der eine solche Passion für seinen Beruf hatte, dass ich noch stundenlang seinen Geschichten hätte lauschen können. Zum Beispiel werden die Diamanten mit riesigen "Staubsaugern" direkt am Meeresboden eingesammelt, aber erst ab 700 Metern Tiefe ist es ein lohnendes Geschäft. Das was wie ein Plattenteller aussieht, ist eine Diamantenschneidemaschine und ich habe scherzhaft zu dem Herren gemeint, dass er der Diamanten DJ ist;-) Seine Mitarbeiter stellen den Schmuck auch von Hand her. Für einen Ring brauchen sie ca. 12 Stunden. Da unten im Keller sah es aus und hörte sich an wie beim Zahnarzt. Aber auch diese Menschen haben eine Passion für ihren Beruf, die meisten haben zudem ein Studium. Ich könnte nicht in einer gebückten Haltung im Keller den ganzen Tag verbringen, aber jedem das seine. Hut ab,
Danach standen eigentlich ein Hubschrauberüberflug und eine Bootsfahrt auf dem Programm, aber da das Wetter umschlug, mussten wir alles absagen. Ich habe mich mit Angela ins Riesenrad gesetzt und ein paar alternative Luftaufnahmen geschossen, unter anderem das Stadion, das wie eine überdimensionale Untertasse ausschaut.
Am Abend sind wir dann zur Waterfront ins Habour House ausgerückt, ein Restaurant, das uns das südafrikanische Päärchen am Vortag empfohlen hatte. Zwar konnten wir wegen des Cap-Doctor (sehr starker Süd-Ost-Wind) nicht draußen sitzen, aber das Essen war ausgezeichnet. Ich hatte Sushi und Prawns mit Avocado und Aubergine. Danach gings ins Prinzessinnen-Zimmer zum Schlafen,
Gute Nacht,
eure Maggie

















 

Dienstag, 5. Januar 2016

VON ENTDECKERN UND ANDEREN SCHÄTZEN...

Hallo Ihr Lieben,
heute war wieder ein Bustag, da wir rund 400 km von Mossel Bay nach Capetown zurücklegen mussten. Aber natürlich hat unser Guide ein paar interessante Zwischenstopps eingebaut, damit es uns nicht langweilig wird. Zunächst haben wir ein Museum am Abfahrtsort besucht, das die Geschichte der ersten Europäer, die an der Ostküste Afrikas gelandet sind, erzählte - zum einen über Bartolomeu Diaz, der hier 1488 landete, zum anderen über Vasco de Gama, der 1497 in Mossel Bay per Segelschiff ankam. Ein solches nachgebautes Segelschiff, eine Caravelle, steht heute in dem Museum. Das war sehr beeindruckend, weil die Besucher auch auf das Schiff drauf und die Kajüten besichtigen durften.
Ich frage mich, was das für Menschen waren, die mit ihrer Mannschaft in See gestochen sind ohne der ganzen Technik und des Wissens, das wir heute haben. Es gab keine App dafür und kein GPS. Sie haben sich aus unserer Sicht mit primitivsten Mitteln und unter widrigsten Umständen auf den Weg gemacht, um Neuland zu entdecken und zu besiedeln. Was hat sie angetrieben? Neugier, Mut zum Risiko und eine Vision. Ich muss an meine Eltern denken, die einst auch alles aufgegeben haben und uns ein neues Leben in einem anderen Land ermöglicht haben. Auch sie tragen die Eigenschaften der Entdecker in ihrem Herzen. Ohne ihren Schritt würde ich möglicherweise gar nicht so viel reisen und entdecken können. Danke dafür!
Danach haben wir uns eine Aloe Vera Farm besucht, aber das war so eine Kaffeefahrt mit Einkaufsmöglichkeiten. Die deutschsprachige Einführung war zwar auf Niederländisch, aber vielleicht macht das hier auch keinen Unterschied. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß. Was habe ich gelernt: Aloe Vera hilft echt bei allem, was man so hat. Wie konnte ich überhaupt bisher ohne Aloe Vera leben?
Vorletzter Programmpunkt war in Hermanus, einem zauberhaftes Städtchen am Wasser, wo wir frischen Thunfisch gegessen und v.a. ganz viele Tipps von einem südafrikanischen Pärchen für Capetown bekommen haben. Der Mann war so freundlich, dass er sogar seine Lieblingsrestaurants abtelefonierte, um einen Tisch für uns zu reservieren. Gerade sind hier nämlich Sommerferien und daher muss man vorbuchen. Aber auch unser Reiseleiter hat immer ein paar Alternativen auf Lager, sodass jeder auf seine Kosten kommt.
Die Busfahrt war insgesamt lang, aber kurzweilig. Vor Capetown säumten kilometerlang die Cage-Towns ("Käfigstädte") die Straßen - im Prinzip etwas bessere Slums wie in Johannesburg. Auch in Kapstadt sollte man als Weißer nach Anbruch der Dunkelheit nicht alleine unterwegs sein. 

Da das Wetter gut war, kam das Beste zum Schluss. Das Universum hat noch eine sehr reiche Tafel für uns am Tafelberg gedeckt: Einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Alle paar Minuten pinselte das Universum den Himmel für uns neu an - unglaublich! Einen schöneren Naturfilm habe ich bisher in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.
Mit diesen Bildern verabschiede ich mich jetzt von euch und grüße alle, die ein Entdeckerherz in sich tragen, heute ganz speziell Tobi und Marla in Melbourne;-)
Eure Maggie