Hallo Ihr Lieben,
heute am Silvestermorgen haben wir Hippo Hollow in Richtung Pretoria verlassen und am Frühstückstisch hat sich noch ein Flusspferd von uns persönlich verabschiedet - unglaublich, ein Fleischkoloss, der sogar Rasen mähen kann;-). Es vollendete meine Tiersafari, denn bis auf einen Leoparden habe ich alle Tiere gesehen, die mich interessiert haben. Und noch eine gute Nachricht: Auch die Mücken haben uns in Ruhe gelassen, sodass ich froh bin, die Malariaprophylaxe nicht genommen zu haben. Der Tag verflog hauptsächlich im Bus, weil wir knapp 500 km bis nach Johannesburg zurücklegen mussten. Aber zwei interessante Stopps hat es gegeben: Die Hauptstadt Südafrikas - jetzt Tshwane genannt - („zu dt. „Wir sind alle gleich.“), wo den Regierungssitz mit dem riesigen Nelson Mandela Monument besucht sowie uns den Stadtkern mit dem Gerichtsgebäude angeschaut haben, wo die Oscar Pistorius-Verhandlungen stattfinden. Insgesamt waren die Straßen leergefegt, da Silvester und Neujahr hier Feiertage sind. Der Regierungssitz wirkte sehr erschlagend und das Nelson Mandela Monument hätte auch eins von Mao Tsetung sein können. Die gesamte Szenerie hat mich an die China erinnert, lediglich die Uniformen bei den Touristen fehlten.
Auf dem Weg nach Johannesburg haben wir uns noch das Voortrekker-Monument angeschaut, das an die blutige Schlacht („Blood River“) vom 16.12.1838 erinnern soll, bei der die Buren die Zulus besiegt haben und Schritt für Schritt das Land besiedelten. Ich kann mir immer noch nicht vorstellen, wie man als Treker mit dem Ochsenkarren von Europa nach Südafrika kommt - was haben die Menschen damals bloß auf sich genommen, um Wohlstand zu erlangen. Insgesamt wirkte das Bauwerk aber sehr steril auf mich.
Geben 17 Uhr haben dann unser Hotel in dem Vorort Sandton von Johannesburg bezogen, in einer eher wohlhabenderen Gegend, was bedeutet, dass man abends auch alleine vor die Tür gehen kann. Hotels und Bürogebäude sowie Häuser sind hier in einer abwesenden Verteidigungsarchitektur gebaut, sodass der Vorort nicht sehr einladend wirkt. Doch eine rauschende Silvesterparty im Hardrock-Café hat uns schnell hinweggetröstet. Wir haben lecker gespeist, getrunken, getanzt und viel gelacht. Statt einem Silvesterfeuerwerk haben wir unsere Wünsche per Luftballon ans Universum geschickt und im Springbrunnen getanzt. Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr,
Eure Maggie











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