Montag, 28. Dezember 2015

AUF SAFARI - THE BIG 5 AND MORE...

Hallo Ihr Lieben,
heute morgen wurden wir per Türklopfen um 4:15 Uhr geweckt, um auf Safari zu gehen. Da die Tiere um die Mittagszeit wie die Menschen in südlichen Regionen Siesta machen, muss man sich früh aufmachen, um ein paar wilde Tiere vor die Linse zu bekommen. Nach dem Nachtflug und der gestrigen Busfahrt, war das echt hart, aber wir wurden belohnt. Da es bewölkt war und erst mittags heiß geworden ist, konnten wir nicht nur "the big five" (das sind Elefant, Büffel, Löwe, Nashorn und Leopard) sehen, sondern noch weitere Tiere. Eines sei schon einmal vorweggeschickt: der Leopard fehlt noch. 
Am meisten haben mich die Löwen, Aasgeier, Warzenschweine und Giraffen beeindruckt. Wir haben einen Rudel Löwen in 5-10 Metern Entferung beobachtet und einen davon sogar bei seinem Frühstück. Dem Blick einer Löwin musste ich wirklich ausweichen, weil ich Angst hatte als Nachtisch verspeist zu werden. Es geht etwas Machtvolles und Majästetisches von diesen Tieren aus. Sie sind sich ihrer Überlegenheit sehr bewusst, machen nur kleine gemächliche Bewegungen und dann, wenn es darauf ankommt, konzentrieren ihre ganze Kraft auf die Beute und packen zu. Ich kam mir in dem Moment so nackt und vollkommen schutzlos vor und irgendwie auch total lächerlich - sehr heilsam diese Lektionen im Tierreich;-). Wir Menschen nehmen uns einfach viel zu wichtig! Ich dachte nur: Verdammt, das ist kein Zoobesuch, hoffentlich geht das gut, da wir mt einem offenen Jeep gefahren sind und es keine Möglichkeit gab, sich zu verstecken. Unser Guide Erwin war fabelhaft und hat jede Situation bestens eingeschätzt, obwohl es einen Moment gab, indem er nicht sonderlich glücklich aussah.
Aber nun zu den Aasgeiern: sie haben die Eingeweide von einem erlegten Nashorn herausgezupft und gegessen. Es stank bestialisch! Das riesige Gerippe zu sehen und die Vögel mit einer Spannweite von bis zu drei Metern darauf - das sah sehr gewaltig aus. Leben und Tod in einem eindrucksvollen Bild.
Mein Lieblingstier ist neuerdings das Warzenschwein, seht selbst, es sieht aus wie eine Kreuzung zwischen Wildschein und Nilpferd. Es ist ganz putzig und wuselt trotz der imposanten Körpermasse recht schnell durchs Gebüsch. Und die Giraffe ist die Königin des Nationalparks und ihre Hörner wirken wie eine Krone. Sie schaut immer vergnügt und kaut mit einer Entspanntheit ihr Essen, dass es Freude macht zuzuschauen. Daneben haben wir noch Springböcke, Büffel, Seekühe, Elefanten, Adler, Nashörner, Zebras; Kudus und Impalas, dazu versch. Affen und Schildkröten gesehen. Bei den Antilopen hat mich ihre Grazie überwältigt, sie schaffen es sogar vor dem hungrigen Löwen hin- und herzutänzeln und dann bei Bedarf schnurstraks davonzuhüpfen oder auch nicht. Irgendwie wirkte die Safari wie ein Dschungel-Ballett auf mich. Insgesamt hat das Universum heute sein Füllhorn üner uns ausgeschüttet - Danke dafür, die acht Stunden im Jeep haben sich gelohnt und die neue Kamera hat sich bestens bewährt;-)
Herzliche Grüße
Eure Maggie















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