Hallo Ihr Lieben,
heute
morgen wurden wir per Türklopfen um 4:15 Uhr geweckt, um auf Safari zu
gehen. Da die Tiere um die Mittagszeit wie die Menschen in südlichen
Regionen Siesta machen, muss man sich früh aufmachen, um ein paar wilde
Tiere vor die Linse zu bekommen. Nach dem Nachtflug und der gestrigen
Busfahrt, war das echt hart, aber wir wurden belohnt. Da es bewölkt war
und erst mittags heiß geworden ist, konnten wir nicht nur "the big five"
(das sind Elefant, Büffel, Löwe, Nashorn und Leopard) sehen, sondern noch
weitere Tiere. Eines sei schon einmal vorweggeschickt: der Leopard fehlt
noch.
Am meisten
haben mich die Löwen, Aasgeier, Warzenschweine und Giraffen
beeindruckt. Wir haben einen Rudel Löwen in 5-10 Metern Entferung
beobachtet und einen davon sogar bei seinem Frühstück. Dem Blick einer
Löwin musste ich wirklich ausweichen, weil ich Angst hatte als Nachtisch
verspeist zu werden. Es geht etwas Machtvolles und Majästetisches von
diesen Tieren aus. Sie sind sich ihrer Überlegenheit sehr bewusst,
machen nur kleine gemächliche Bewegungen und dann, wenn es darauf
ankommt, konzentrieren ihre ganze Kraft auf die Beute und packen zu. Ich kam mir in
dem Moment so nackt und vollkommen schutzlos vor und irgendwie auch
total lächerlich - sehr heilsam diese Lektionen im Tierreich;-). Wir
Menschen nehmen uns einfach viel zu wichtig! Ich dachte nur:
Verdammt, das ist kein Zoobesuch, hoffentlich geht das gut, da wir mt
einem offenen Jeep gefahren sind und es keine Möglichkeit gab, sich zu
verstecken. Unser Guide Erwin war fabelhaft und hat jede Situation
bestens eingeschätzt, obwohl es einen Moment gab, indem er nicht
sonderlich glücklich aussah.
Aber
nun zu den Aasgeiern: sie haben die Eingeweide von einem erlegten
Nashorn herausgezupft und gegessen. Es stank bestialisch! Das riesige
Gerippe zu sehen und die Vögel mit einer Spannweite von bis zu drei
Metern darauf - das sah sehr gewaltig aus. Leben und Tod in einem
eindrucksvollen Bild.
Mein
Lieblingstier ist neuerdings das Warzenschwein, seht selbst, es sieht
aus wie eine Kreuzung zwischen Wildschein und Nilpferd. Es ist ganz
putzig und wuselt trotz der imposanten Körpermasse recht schnell durchs
Gebüsch. Und die Giraffe ist die Königin des Nationalparks und ihre
Hörner wirken wie eine Krone. Sie schaut immer vergnügt und kaut mit
einer Entspanntheit ihr Essen, dass es Freude macht zuzuschauen. Daneben
haben wir noch Springböcke, Büffel, Seekühe, Elefanten, Adler,
Nashörner, Zebras; Kudus und Impalas, dazu versch. Affen und
Schildkröten gesehen. Bei den Antilopen hat mich ihre Grazie
überwältigt, sie schaffen es sogar vor dem hungrigen Löwen hin- und
herzutänzeln und dann bei Bedarf schnurstraks davonzuhüpfen oder auch
nicht. Irgendwie wirkte die Safari wie ein Dschungel-Ballett auf mich. Insgesamt hat das
Universum heute sein Füllhorn üner uns ausgeschüttet - Danke dafür, die
acht Stunden im Jeep haben sich gelohnt und die neue Kamera hat sich
bestens bewährt;-)
Herzliche Grüße
Eure Maggie
















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